This is goodbye part 1

Everything happened here

Me, finding myself, my strengths, my weaknesses

My darkest days, some of my good ones

Me, growing up

Me, getting to know myself

A lot of my firsts

My first college experiences

New friends, old ones

First own apartment, first real money problems

First part time job, second one

Buying grocery on my own, cooking, spending money, trying to save money, dealing with having no money

Being on my own

Crying on my own

Missing home

4 years of my life, 4 years in this one room, dealing with life and everything that comes with it

Loving it

Hating it

Loving who I’ve become

Hating myself

Missing the old, the comfortable, the things I know

Jumping into the unknown

This room knows me better than anyone, better than I know myself

This room knows all my secrets, my darkest moments

This room saw it all

This room knows the dreams I had, the naive version of myself

This room knows the girl, that came fresh out of high school, no idea what was coming next, no idea what she wanted and where she wanted to go

This room knows, how I changed, step by step

How I became the person I am today

How I still struggle, still not sure what the hell I am doing

This room knows all my insecurities, all my doubts but also my dreams

This room knows my plans, how I want to change the world or at least my world

This room is a part of me, I am a part of this room

I was its first and it was mine

Everything happened here, everything

 

 

 

Wie schnell vergeht die Zeit?

Manchmal will man einfach, dass Tage, Wochen, Monate schnell vergehen, damit endlich Sommer ist, oder man endlich Urlaub hat, man endlich die Prüfung hinter sich bringen oder die Seminararbeit abgeben kann. Ich bin auch so jemand. Ich will ganz oft, dass Tage schnell vergehen, ich will ENDLICH Sommer haben. Und auf einmal passiert es. Der Tag, auf den man so sehr gewartet hat, ist da.

Heute ist meine letzte Nacht in dieser Wohnung, in meinem Zimmer, in meinem Bett. Nur, dass sie ab morgen nicht mehr mir gehören.

Ich habe das Bedürfnis, jedes Zimmer, jede Wand, jedes Möbelstück zu umarmen und mich zu bedanken. Ja, ich realisiere wie bescheuert das klingt und manche mögen so eine Veränderung besser wegstecken als ich. Das passiert ja alltäglich. Wenn ich höre, dass jemand umzieht, frage ich nicht nach ob es dieser Person wohl gut geht, ob sie es gut verkraftet hat oder ob sie darüber reden möchte.

Jetzt realisiere ich, dass ich darüber reden möchte und dass ich es sogar als unhöflich betrachte, wenn man mich nicht nach meinem seelischen Wohlbefinden fragt oder ob ich meinem Zimmer als Abschied wohl einen Brief geschrieben habe. Und ja, das hab ich.

Nein ich bin nicht verrückt, zumindest nicht auf einem Level bei dem man mich einweisen sollte.

Mein Zimmer und ich. 4 gemeinsame Jahre. Höhen und Tiefen, gute und schlechte Zeiten. Gelacht, geweint, getanzt, gefeiert. Schlaflose Nächte, un-nächtliche Schläfchen. Bekannte die zu Freunden wurden, Freundschaften die uns nicht mehr bekannt sind. Fremde, die fremd blieben. Gläser verschüttet, Herzen ausgeschüttet. Herzen gebrochen. Zweifel, Ängste, Unsicherheit, Ungewohntes. Komfortzone, Versteck vor der Welt, Schutz, Geborgenheit. 4 Jahre, 50 Monate, 1500 Tage, 36000 Stunden, 2.160.000 Minuten, 129.600.00 Sekunden. Zu Hause.

Eine Umarmung zum Abschied ist doch wohl nicht zu viel verlangt, oder?

Nun sind ein paar Tage vergangen und ich bin in meiner neuen Wohnung bereits ganz gut angekommen. Ich habe meine Sachen eingeräumt und das heißt anscheinend jetzt dass ich hier wohne und dass es meine Wohnung ist. Nur bei dem Gedanken an mein altes Zimmer fühle ich mich komisch. Ich habe gestern mein Fahrrad geholt und konnte schon die neuen Mieter auf dem Balkon sehen. Ich konnte sehen wie sie in kurzer Zeit das schafften, was ich 4 Jahre lang nicht geschafft habe. Sie haben in wenigen Tagen den Balkon so hergerichtet, wie ich es immer wollte. Das war ein komisches Gefühl. Zu wissen, dass MEIN Zimmer nicht mehr meines ist. Dass es zuerst leer war und jetzt mit neuen, fremden Möbelstücken befüllt wurde.

Neue Kapitel sind aufregend. Ich habe mich auf diesen Umzug auch lange gefreut. Aber das schwierige ist immer, die alten Kapitel abzuschließen. Das heißt aber nicht, dass man nicht ab und zu an diese Zeiten zurückdenken darf. Und das mache ich auch. Ich denke an die tollen Erlebnisse in dieser Wohnung, an alle Erfahrungen, die ich in ihr erleben durfte und all das, was mich die letzten 4 Jahre geprägt hat. Denn ich weiß, dass alles im Leben einen Sinn hat und im Großen und Ganzen alles okay ist, genau so wie es ist.