Wenn ich zurückblicke, wo ich vor ein paar Monaten, einem halben Jahr, einem Jahr, 2, 3,  4 Jahren war, und dann sehe wo ich jetzt bin.. was ich alles erreicht und wie viel ich in dieser Zeit über mich gelernt habe, was ich alles erlebt und wie viele dieser Erlebnisse mich geformt haben und wie ich dadurch gewachsen bin, dann bin ich stolz. Ja, dann kann ich ganz offen und ehrlich sagen, dass ich vor ein paar Jahren nicht gedacht hätte, dass ich es so weit schaffe.

Doch alles, was ich höre, ist Kritik…

In meinem Studium könnte ich mehr machen, bei den Gruppenarbeiten besser mitarbeiten, mich besser vorbereiten, bessere Noten haben und alles in allem ginge da noch mehr.

Bei meinem Lehrgang an der Hochschule könnte ich die Aufgaben pünktlicher abgeben, interessierter sein, mehr mitarbeiten.

Bei meiner Praxis in der Schule könnte ich mehr auf die Kinder eingehen, mich besser vorbereiten, auf vieles mehr achten und mich besser mit den Kollegen absprechen.

Bei der Arbeit könnte ich mich mehr einbringen, Fragen stellen, interessierter sein, mir mehr Mühe geben, präsenter sein, und alles in allem besser sein.

Bei meinem Herzensprojekt On A Girl’s Mind könnte ich viel mehr machen, Ideen hätte ich tausende.

Auf meinem Blog könnte ich aktiver sein, mehr schreiben, einfach mehr machen.

Alles in allem habe ich im Moment das Gefühl zu versagen, denn ich „könnte“ ja überall besser sein und dieses Gefühl wird mir auch in jedem Bereich übermittelt.

Gestern ein Gespräch mit meiner Chefin, heute ein komischer Praxistag. Und ich habe wieder mal das Gefühl, in allem was ich mache zu versagen.

Aber heute ist mir ein Gedanke gekommen: Hast du selbst wirklich das Gefühl zu versagen?

Wenn du zurückblickst, auch nur 3 Monate, wie viel hast du geschafft?

Wenn du 1,2,3 Jahre zurückblickst, wie weit bist du gekommen?

Gibst du dein Bestes?

Hast du wirklich das Gefühl zu versagen? Glaubst du wirklich, dass du nur Fehler machst?

Andere sehen leider nur den Bereich, in dem sie dich erleben. Sie wissen nicht, dass du mit den Gedanken bei der nächsten Prüfung bist oder dir Sorgen über deine Abschlussarbeit machst. Sie wissen nicht, dass du die letzten Jahre damit gekämpft hast, mehr aus dir raus zu kommen und dass es für dich schon ein großer Erfolg ist, mit den Kollegen ins Gespräch zu kommen. Sie wissen nicht, was in deinem Kopf alles vorgeht und dass du dir ohnehin schon Sorgen darüber machst, wie du denn bei deinem neuen Job so ankommst.

Nur ich selbst weiß, wie weit ich schon gekommen bin.

Nur ich selbst weiß, wie sehr ich jeden Tag Stück für Stück wachse und Neues wage.

Nur ich selbst weiß, wie sehr ich mich bemühe und versuche, mein Bestes zu geben.

Nur ich selbst kann zurückblicken und meine Erfolge erkennen und auch feiern.

Und das sollten wir auch!

Es ist wirklich schwer, den Erwartungen anderer gerecht zu werden oder eigentlich zu realisieren, dass wir das nicht brauchen und diese versuchen sollten zu ignorieren. Denn viel wichtiger ist es, meine eigenen Schritte zu sehen und diese wertzuschätzen und darauf stolz zu sein.

Für mich war es die letzten Tage sehr schwer, zu akzeptieren, dass ich den Erwartungen anderer nicht gerecht werde und mir bewusst zu machen, es auch nicht mehr zu versuchen.

Ich weiß, wie viel ich Tag für Tag schaffe.

Manchmal hat man einfach das Gefühl, andere sehen nur, wenn wir scheitern. Und niemand sieht die Erfolge, mögen sie noch so klein sein.

 

Only you know how far you’ve come and you can always look back and be proud of that

Feier dich!

Feier dich jeden einzelnen Tag!

Sei stolz, dass du aufstehst, obwohl du lieber im Bett liegen bleiben würdest!

Feiere dich, weil du auf die Uni gehst und mitarbeitest, obwohl du heute echt keine Lust hattest!

Sei stolz, dass du dich für ein gesundes Mittagessen entschieden hast, obwohl der Burger heute echt verlockend ausgesehen hat!

Feiere dich, weil du deinen Job heute gut gemacht hast, obwohl du Kopfschmerzen hattest und mit deinen Gedanken bei der nächsten Prüfung warst.

Sei stolz auf dich und deine „kleinen“ Erfolge. Schau ab und an zurück zu deinem früheren Ich. Denke dir: „Ich hätte damals nie gedacht, dass ich DAS mal schaffen würde!“ Lass dich feiern!

Ich weiß jetzt nicht mehr, wie dieses Sprichwort ging, aber ich muss in letzter Zeit öfters daran denken. Es ging irgendwie so:

Man wird immer Menschen haben, die einen nicht so mögen, die anderer Meinung sind und die versuchen, dich runterzubringen. Aber das ist normal und passiert, wenn man sich in die Welt traut. Wenn man Neues wagt, seine Meinung sagt, raus geht und einfach macht. Und darum geht’s. Es einfach zu probieren. Nur dann wissen wir, wer wir sind, was wir wollen und was wir können. Und scheitern gehört nun mal dazu. Siehe es nicht als scheitern, sondern als neue Erkenntnis, neuen Weg, neue Chance, dich selbst kennenzulernen und es besser zu machen. Wenn wir nichts machen, nichts versuchen, dann machen wir auch keine Fehler. Aber, wo bleibt da der Spaß? Wie sollen wir dann wissen, was wir eigentlich wollen?

Ja, wieder ein „Fehler“, wieder eine neue Erkenntnis und wieder habe ich etwas dazugelernt. Niemand ist perfekt und nur ich weiß, wie sehr ich mich in den letzten Jahren verändert habe und wie stolz ich auf mich und meine tagtäglichen Erfolge sein kann!

 

You’re so hard on yourself

Take a moment

Sit back

Marvel at your life:

at the grief that softened you

at the heartache that wisened you

at the suffering that strengthened you

Despite everything

you still grow

Be proud of this