Schon letzte Woche habe ich darüber geschrieben, wie wichtig es ist, wie man mit sich selbst redet, wie man über sich denkt und wie man auch mit anderen über sich selbst spricht. Und es hat auch einen Grund, wieso mir dieses Thema im Moment so am Herzen liegt.

Ich habe die letzten Monate damit verbracht, viel Neues zu wagen, Neues zu probieren, aus meiner Komfortzone zu kriechen, an meiner Zukunft zu arbeiten und habe ein paar alte Kapitel meines Lebens geschlossen und daran gearbeitet, neue zu schreiben. Und jetzt bin ich mittendrin.

Alter Job beendet, neuer begonnen. Neue Herausforderungen, neue Chancen, neue Wege, neue Möglichkeiten, neue Seiten an mir, neue Fragen an mich selbst. Neue Ausbildung, neue Menschen in meinem Leben, ungewohnte Situationen. Das Ende meines Studiums ist in Sicht, Bachelorarbeit, die letzten Prüfungen. Blog, On A Girl’s Mind, ein Umzug steht in naher Zukunft an, neue Umgebung, Abschied von Gewohntem.

All das passiert, so ist das Leben nun mal, gleichzeitig und Schritt für Schritt. Ich bin stolz auf all das, was ich erreicht habe und all das, was ich Tag für Tag schaffe. Ich bin froh über die Veränderungen, die Möglichkeiten, das Neue. Ich habe an mir selbst, meiner Zukunft, meinen Träumen gearbeitet und mich darauf konzentriert, Neues zu wagen um Neues zu erleben.

 

Change will not come if we wait for some other person or some other time.

We are the ones we’ve been waiting for. We are the change that we seek.

 

Aber jetzt stehe ich da, neuer Job, ungewohnte Aufgaben, neue Kollegen, Fragen.. und ich zweifle. Ich zweifle an mir selbst, an meinen Fähigkeiten, an meiner Persönlichkeit, an allem. Ich zweifle daran, ob ich die richtigen Entscheidungen treffe, ob ich das überhaupt kann. Ich mache Fehler, habe einen Termin vertauscht, habe vergessen etwas zu kontrollieren. Ich zweifle, ob ich hier richtig bin. Ich gehe nach Hause mit dem Kopf voller Fragen und Vorwürfen.. Was habe ich heute überhaupt richtig gemacht? Ich muss noch was für die Uni machen, habe vergessen ein Buch zurückzubringen. Habe Bauchweh bei dem Gedanken an meine Bachelorarbeit. Ich habe Angst davor, nicht alles rechtzeitig zu schaffen. Ich zweifle an mir. Ich habe heute wieder keinen Sport gemacht, ich zweifle daran meinen Sommerbody dieses Jahr zu bekommen. Dann erinnere ich mich daran, es ist Februar. Ich lege mich ins Bett, bin erschöpft. Mache mir gleich Vorwürfe, dass ich ja was für die Uni machen muss. Ich bezweifle, dass ich das heute fertig bekomme. Ich sollte wiedermal einen Blogpost schreiben, wenn das aus dem bloggen was werden soll. Ich bezweifle, dass es das wird. Dann denke ich wieder an die Arbeit, daran, dass heute garnichts geklappt hat und dass es bestimmt Menschen gibt, die das besser hinbekommen als ich. Und ja, ich zweifle.

 

 

 

Manchmal reicht nur eine einzige Sache, die schiefgeht, manchmal sind es eine Reihe von Dingen, die mich dazu bringen, an mir zu zweifeln. Und heute ist wieder so ein Tag, an dem mich ein Misserfolg an all meine anderen Fehler, Ängste und Unsicherheiten erinnert und ich nicht anders kann, als an mir selbst zu zweifeln.

Klar, wenn ich morgen darüber nachdenke, weiß ich, dass ich nicht NUR Fehler mache. Manchmal kann man einfach nichts dagegen machen. Manchmal sieht man einfach nur schwarz.

 

 

 

 

 

Tief in mir weiß ich, dass ich erst am Anfang stehe und dass es normal ist, Fehler zu machen. Ich weiß, dass ich nur so lernen kann und dass ein einziger Fehler nicht gleich bedeutet, dass ich meinen Job nicht gut mache. Ich weiß, dass jeder mal klein angefangen hat und dass es auch normal ist, sich ab und an unsicher zu fühlen und sich zu fragen, ob man die richtigen Entscheidungen getroffen hat. Etwas Neues zu wagen bedeutet auch immer, sich in ungewohnte Situationen zu begeben, fremde Menschen kennenzulernen, aus sich herausgehen zu müssen und auch ab und zu nicht genau zu wissen, was man da jetzt eigentlich macht. Man kann, vor allem zu Beginn, nicht alles wissen. Aller Anfang ist schwer.

 

 


SHOW UP EVERY MOMENT AS IF YOU WERE MEANT TO BE THERE

So wichtig es ist, Dinge zu wagen, Neues zu probieren und auch mal einfach ins kalte Wasser zu springen, genau so wichtig ist es, nicht zu vergessen dabei AN SICH SELBST ZU GLAUBEN!

Ich habe mir vorgenommen, weniger darauf zu achten, was andere über mich denken könnten und einfach an mich zu glauben, mein Bestes zu geben und nicht von Anfang an Angst zu haben, dass etwas nicht klappt oder dass ich etwas falsch mache.

I just want to focus on why I’m here, what I’m here for and how I can do my job the best way possible. No doubts, no thoughts of other people’s opinions, just me doing the best I can.

 

 

Wenn ich mich nur darauf konzentriere, warum ich hier bin, was meine Aufgabe hier ist und wie ich diese am besten erledigen kann, dann fällt es mir auch wirklich leichter mein Bestes zu geben und weniger an mir selbst und an meinen Fähigkeiten zu zweifeln.

we can only focus on the here and now and what we can do in this very moment

we have no power over the outcome, only over what we can change here and now

Zweifel, Unsicherheit und der Gedanke daran, was andere über mich denken, hindern mich nur daran, ich selbst zu sein und mein Bestes zu geben. Ich habe keinen Platz mehr dafür. Ich habe keine Verwendung, keine Zeit und keine Energie mehr für Zweifel.

That’s the only way I can be the best version of myself. And, ultimately, I am responsible for how I live my life now and what I make of it. 

Ich habe mir letzte Woche einen Tag mal vorgenommen, überhaupt nicht an die Meinungen anderer zu denken und einfach mal an mich zu glauben und ich selbst zu sein. Jedes mal, wenn mir der Gedanke kam:“ Aber was würde sie denken, wenn..? Was, wenn ich das nicht kann? Soll ich das wirklich machen? “, habe ich den Gedanken sofort abgebrochen und einfach mal gemacht. Und was ist passiert? Ich habe mich viel mehr getraut, war positiv und motiviert und habe viel weniger an mir gezweifelt.

 

What if you simply devoted this year to loving and believing in yourself more?

Und diese „Übung“ versuche ich jetzt immer wieder. Ich gehe mit der Einstellung in den Tag: HEUT MACH ICH EINFACH! Ohne Zweifel, ohne Druck, ohne Vorwürfe danach. Das ist alles, was wir machen können. Einfach machen, wir selbst sein, unser Bestes geben. Menschen machen Fehler, vor allem am Anfang, vor allem wenn wir lernen wollen. Und die Fehler von heute sind Erfahrungen, aus denen wir so viel mehr für uns selbst mitnehmen, als wenn wir gar nichts machen und auf Nummer sicher gehen. Die Fehler von heute, machen uns stärker. Die Fehler von heute, sind morgen Geschichten, aus denen wir selbst und andere lernen und über die wir lachen können. Die Fehler von heute, sind morgen vielleicht schon wieder vergessen.

I am only human. I get up, I try, I fall and get back up again. That’s all we can do, really. Do our best and if we fail, if we break down and lose, we learn and try again every single day.

Wenn ich an mir zweifle, dann blockiert mich das nur und hindert mich daran, mein Bestes zu geben. Meine Arbeit, die Uni, meine Ausbildung, mein Blog, On A Girl’s Mind, alles was ich mache, alle Menschen mit denen ich arbeite haben es verdient, dass ich mein Bestes gebe und so bin, wie ich bin.