Time for myself

Alone time is when I distance myself from the voices of the world so I can hear my own.

So, ich bin jetzt 3 Tage lang nur im Bett gelegen, habs ab und zu in die Küche geschafft, meinen Weg ins Bad hab ich zwischendurch auch gefunden und ich war sogar 2 mal spazieren. YAY! Krank sein macht Spaß, NOT!

Wenn sogar der Griff zum Handy anstrengend ist, sollte man sich vermutlich wirklich ausruhen und absolut garnichts machen. Und so ungefähr hat mein Wochenende auch ausgesehen.

In dieser Zeit beschäftigte mich nur ein Gedanke: ICH WILL WAS MACHEN!

Wie ironisch, oder? Wenn der Terminkalender voll, die Nächte kurz und die Tage stressig sind und man sich einfach nur etwas Zeit für sich selbst wünscht, kommt man meistens nicht dazu. Und dann bekommt man endlich das, was man sich wünscht, aber schon nach ein paar Stunden wusste ich vor lauter Langeweile nicht mehr, was ich machen soll. Ok zugegeben, ich war ziemlich krank und in der Zeit war jede Bewegung anstrengend, das heißt außer Netflix stand nicht viel auf meinem Programm und ich war wirklich nicht im Stande irgendetwas anderes zu machen.

Als ich Schritt für Schritt merkte, wie es mir immer besser ging, konnte ich es kaum erwarten wieder in meinen vollen Terminkalender einzutauchen, mich herzurichten, „echte“ Klamotten anzuziehen (also alles außer meinem Pyjama und meinem Bademantel war irrsinnig aufregend und fühlte sich so gut an) und endlich wieder das Haus zu verlassen. Ich war bereit, voller Energie, voller Tatendrang, ich wollte endlich wieder unter Menschen!!!
Worauf ich hinauswill?

Manchmal braucht es ein bisschen Zeit weg von der Routine, manchmal muss es einem einfach etwas schlechter gehen, manchmal muss man erst in ein Loch fallen um zu realisieren, was man eigentlich alles hat.  Es wird vermutlich nicht lange anhalten, aber diese Tage zu Hause haben mir wieder gezeigt, wofür ich dankbar sein kann. Ich darf studieren, ich habe einen Job, Freunde, ich habe einen funktionierenden Körper, ich freue mich wieder so sehr darauf, voll und ganz gesund zu sein, endlich wieder Sport machen zu können und nicht nach jeder kleinsten Bewegung den Wunsch zu verspüren, mich einfach nur in mein Bett zu verkriechen. Ich habe dadurch wieder mal gelernt, das zu schätzen, was ich habe.

Ja ich weiß, es war nur eine Erkältung und kein Grund eine Erleuchtung zu haben oder gleich meine ganze Lebenseinstellung zu ändern. Aber es hat mich wieder daran erinnert, wie schön es ist gesund zu sein und mich ungemein motiviert, mein Leben wieder anzugehen!

Manchmal braucht es nur ein paar Tage im Bett um einen zu zeigen, wie schön es ist eine Aufgabe zu haben und wie dankbar man für einen vollen Terminkalender sein kann. Ich bin viel lieber von morgens bis abends eingeteilt und kann dann am Abend stolz auf mich sein, als mich zu langweilen oder ein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich meinen Tag nicht so nutze, wie ich es eigentlich könnte.

Mir haben diese Tage, an denen ich wirklich keine Energie hatte irgendetwas zu unternehmen geschweige denn ein Buch in die Hand zu nehmen, auch wieder mal gezeigt, WIE ich meine freie Zeit oft nutze. Viel zu oft schalte ich automatisch meinen Computer ein, gehe auf Netflix und klicke  ohne groß nachzudenken die erstbeste Serie an. Nur weil es Gewohnheit ist und weil ich mir einbilde, dass ich nach einem langen Tag komplett „abschalten“ will, heißt es nicht, dass ich nicht doch dazu imstande wäre, ein Buch zu lesen, auf irgendeine Art und Weise kreativ zu sein oder mich sportlich zu betätigen, anstatt wie gewohnt eine Folge „Gossip Girl“ zu schauen, nur weil es eben eine Gewohnheit ist. Gerade wenn man wenig Zeit für sich selbst hat, sollte man darauf achten WIE man diese Zeit verbringt und für was man sie stattdessen nutzen könnte.

How about taking some time for yourself this week? How about doing something for yourself, just you for a change? How about trying something new, something creative, something scary, something you’ve never done before?

Alles in allem haben mich diese Tage zu Hause dazu gebracht, meine Zeit besser nutzen zu wollen. Ich bin motivierter für alles, was auf mich zukommt und ich will ab jetzt meine freie Zeit wirklich besser nutzen. Natürlich ist es auch mal wichtig, bei einer Folge seiner Lieblingsserie  abschalten zu können. Denn manchmal will ich einfach wissen, ob Serena und Blair gerade Freundinnen oder Feindinnen, Nate und Chuck frenemies oder ob Dan und Serena das Traumpaar schlechthin sind, und kann dabei für kurze Zeit meine eigenen Sorgen vergessen. Manchmal hab ich auch einfach keine Energie für etwas anderes.

Aber sehr weit wird mich das nicht bringen, wenn ich meine Freizeit nur mit dem neuesten Tratsch und Klatsch von der Upper East Side verbringe. Ich rede so oft mit Freunden darüber, was ich gerne machen würde, was mich alles interessiert und wie ich am liebsten meine Zeit verbringen WÜRDE. Und warum mache ich das nicht? Gewohnheiten. Ja, DIE schon wieder.

Also, wie brechen wir Gewohnheiten? Neues probieren, Ideen sammeln, AUFSCHREIBEN, mit anderen darüber reden, einfach mal machen.

 

 

Ich reg mich auch so gern darüber auf, wie wenig Zeit ich für mich selbst und meine „Hobbies“ habe. Aber wenn ich mir meinen Terminkalender ganz genau anschaue, kann ich schon ein paar Lücken entdecken, die ich nach einem langen Tag aber meistens lieber mit nichts tun, herumliege, Serien schauen, am Handy spielen usw fülle. Und ich denke, dass es anderen genau so geht.

Wie wärs also, wenn wir diese „Zeit für sich selbst“ mal wirklich so verbringen, wie wir es eigentlich gern würden?

Ich habe mir jetzt für diesen Freitag 2 Stunden „ME TIME“ eingetragen. Und ich werde auch in Zukunft darauf achten, mir diese Zeit auch wirklich einzuteilen und es in meinen Kalender einzutragen. Vielleicht kaufe ich mir auch etwas zum Basteln? Ich wollte schon lange mit dem Stricken anfangen? Eine neue Sportart vielleicht? Oder ich gehe spazieren, lese mein Lieblingsbuch, trinke dabei Kakao und höre das neue Album von Ed Sheeran (was gerade eh in Dauerschleife bei mir läuft). Egal was es ist, Hauptsache ich schalte nicht automatisch den Fernseher ein, sondern mache etwas für mich selbst, kann dabei entspannen und vergiss für eine kurze Zeit die Sorgen des Alltags.